Master in Völkerrecht (LL.M.)

Heidelberg Center for Latin America

Programmbeschreibung

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Master in Völkerrecht (LL.M.)

Heidelberg Center for Latin America

Master in Völkerrecht (LL.M.) - Investitionen, Handel und Schiedsgerichtsbarkeit - 16. Jahr

Angeboten von den Rechtswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Heidelberg und der Universität von Chile, mit akademischer Unterstützung des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und internationales Recht und des Instituts für Internationale Studien der Universität von Chile.

Ziele

Das Programm zielt hauptsächlich darauf ab, eine umfassende Analyse aktueller und zukünftiger Trends im Bereich des Völkerrechts in Zeiten der Globalisierung sowie im Bereich des internationalen Handels und der internationalen Investitionen sowie in Bezug auf die Schiedsverfahren und die Streitbeilegung in diesen Bereichen zu bieten .

Die Auswirkungen der Globalisierung auf Quellen und Themen des Völkerrechts werden untersucht. Jüngste Entwicklungen in den Bereichen des internationalen Wirtschaftsrechts, des Umweltschutzes und der staatlichen Verantwortung sowie der einschlägigen Fragen, die in der internationalen Gesellschaft in den letzten Jahren angesprochen wurden, sollen ebenfalls untersucht werden.

Der Schwerpunkt liegt auf Themen im Zusammenhang mit der Regulierung des internationalen Handels, insbesondere dem Recht des internationalen Handels, dem Investmentrecht und der Streitbeilegung. In diesem Zusammenhang wird besonderes Augenmerk auf Themen wie internationale Schiedsverfahren, Verfahren vor der Welthandelsorganisation und ICSID gerichtet.

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Organisation

Der Masterstudiengang Völkerrecht mit besonderem Bezug zu Investitionen, Handel und Schiedsverfahren steht Anwälten und Absolventen der Rechtswissenschaften weltweit zur Verfügung.

Der Master in internationalem Recht (LL.M.) wird von der Universität Heidelberg und der Universität von Chile vergeben.

Teilnehmer, die den Master-Abschluss in Internationalem Recht erworben haben, qualifizieren sich für ein Promotionsstudium an der Universität Heidelberg.

Das Programm wird jährlich organisiert. In Santiago de Chile sollen drei Termine im Heidelberg Center for Latin America . Das Curriculum umfasst einen Zeitraum von drei Monaten zur Vorbereitung der Doktorarbeit. In Heidelberg, am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und an der Universität Heidelberg ist ein letzter Zeitraum von einem Monat anzubieten. In letzterer Phase sollen die Studierenden an zwei Workshops teilnehmen und ihre Abschlussarbeiten abschließen.

In jedem Semester werden in Santiago mindestens acht Kurse angeboten, während im Heidelberger Semester zwei Workshops stattfinden. Alle Kurse sind obligatorisch.

Die Abschlussprüfung (Verteidigung der Dissertation) für den Master-Abschluss in Völkerrecht findet in Heidelberg statt. Die Verteidigung der These kann ausnahmsweise in Santiago de Chile stattfinden. Die beste Dissertation wird als Artikel des Max-Planck-Instituts oder des Institute of International Studies der University of Chile veröffentlicht.

Die Kurse werden auf Spanisch oder Englisch durchgeführt. Kurse in deutscher Sprache stehen den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung.

Akademische Direktoren

Hc Thomas Pfeiffer, Universität Heidelberg, Direktor am Institut für Rechtsvergleichung, Rechtskonflikte und Internationales Wirtschaftsrecht, Juristische Fakultät.

Professor María Teresa Infante Caffi, Professor Claudio Troncoso Repetto, Universität von Chile, Juristische Fakultät.

Akademische Begriffe

Das Programm beginnt am 9. April 2019 oder am 16. April 2019 und die Bedingungen werden gemäß dem folgenden Zeitplan verteilt, der dem Kalender der südlichen Hemisphäre entspricht:

Herbst, Winter und Frühling: von April bis Dezember 2019. Die Kurse finden in Santiago de Chile statt.

Sommer: von Dezember 2019 bis Februar 2020. Entwurf der Arbeit.

Heidelberg Term: März 2020. Workshops und Abschluss der Arbeit.

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Inhalt

Herbstsemester (April - Juli 2019)

I. Ein sich entwickelndes Völkerrecht als Hintergrund für die internationale Streitbeilegung

  1. Änderungen im internationalen System und seine Auswirkungen auf das Völkerrecht
  2. Einführung in das zeitgenössische Völkerrecht (Natur und Quellen)
  3. Die sich verändernde Rolle von Völkerrechtssubjekten (Staaten, Einzelpersonen, internationale Organisationen)
  4. Rechte und Pflichten von Einzelpersonen nach internationalem Recht
  5. Staatliche Verantwortung nach internationalem Recht
  6. Zuständigkeitsgrundlagen nach internationalem Recht (territorial, extraterritorial, universell)
  7. Streitbeilegung im heutigen Völkerrecht
  8. Struktur und Funktionen des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Seegerichtshofs
  9. Umwelt- und Rohstoffprobleme im heutigen Völkerrecht

II. Internationaler Handel und Streitbeilegung

  1. Das sich entwickelnde Gesetz über den internationalen Handel im Rahmen der GATT / WTO: Grundregeln.
  2. Dienstleistungshandel und Streitbeilegung: WTO, Freihandelsabkommen und andere internationale Vorschriften.
  3. Stärkung des Wettbewerbs im internationalen Handel und der Rolle der Streitbeilegung: Antidumping, Subventionen und andere Fragen in der WTO
  4. Beilegung von Streitigkeiten im Rahmen der WTO: Gremien, Berufungsgremium und Compliance
  5. Die chilenischen Fälle im Streitbeilegungssystem der WTO

Herbstworkshops

  • Workshop I: Einführung in das europäische und deutsche Recht
  • Workshop II: Die Entstehung des internationalen Wirtschaftsrechts

Wintersemester (Juli - September 2019)

II. Internationaler Handel und Streitbeilegung (Fortsetzung)

  1. Regionale wirtschaftliche Integration in der Europäischen Union (Fortschritte und Hindernisse).
  2. Die Erfahrung der wirtschaftlichen Integration in Lateinamerika: Eine kritische Bewertung (MERCOSUR, Andengemeinschaft, Zentralamerikanische Gemeinschaft, Karibische Gemeinschaft).
  3. Regeln und Grundsätze für den Freihandel und die Beilegung von Streitigkeiten im Rahmen von Freihandelsabkommen mit besonderem Bezug auf die von lateinamerikanischen Ländern geschlossenen Abkommen und das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Chile.
  4. Interkontinentale Makro-Freihandelsverhandlungen: umfassende und progressive Vereinbarung für die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP); Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Union, regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft (RCEP).
  5. Streitbeilegung in hochintegrierten regionalen Systemen.
  6. Neue Fragen zu Handel und Umwelt: Trends im Licht von
  7. Streitschlichtung.
  8. Geistiges Eigentum und Streitbeilegung: Fragen der internationalen Regulierung.
  9. Verfahren zur Beilegung von innerstaatlichen Streitigkeiten im Bereich des geistigen Eigentums
  10. Forschungsmethodik

Frühlingssemester (September - Dezember 2019)

III. Internationale Investitionen und Handelsschiedsverfahren

  1. Einführung in internationale Investitionsabkommen und Schiedsgerichtsverfahren unter besonderer Berücksichtigung von ICSID
  2. Direkte und indirekte Enteignung, faire und gerechte Behandlung und andere Schutzstandards im Rahmen von Investitionsabkommen und Freihandelsabkommen.
  3. Diplomatischer Schutz
  4. Investitionen und Handel und die neue Politik der Europäischen Union
  5. Das Regime ausländischer Investitionen nach chilenischem Recht und internationalen Abkommen.
  6. Internationale Regelung für Finanzstreitigkeiten und staatliche Insolvenz.
  7. Neue Fragen in der internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit.
  8. Funktionsweise und praktische Probleme der New Yorker Konvention.
  9. Schiedsregeln der Internationalen Handelskammer und damit zusammenhängende Praxis.
  10. Schiedsverfahren nach UNCITRAL-Regeln. Dispute Boards.
  11. Internationale Sportschiedsgerichtsbarkeit. Das deutsche Schiedsgesetz.
  12. Praktische Probleme der Investitionsschlichtung / Europäische Energiecharta.

Frühlingsworkshops

  • Workshop III: Allgemeine Grundsätze internationaler Verträge.
  • Workshop IV: Evaluierung der Methodik für das Dissertationsprojekt.

Heidelberger Semester (März 2020)

In diesem Semester nehmen die Studierenden an folgenden Workshops teil:

  • Workshop V: Der Einzelne und der Staat im heutigen Europa: Fragen im Völkerrecht und im Gemeinschaftsrecht.
  • Workshop VI: Rechtsstaatliche Verwaltung der internationalen Gesellschaft: neue Herausforderungen für das Völkerrecht.

Stundenplan

Dienstag bis Donnerstag: 18.30 bis 21.00 Uhr.

Einige Kurse werden montags gleichzeitig abgehalten.

Bedarf

Bewerber müssen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Abschluss in Rechtswissenschaften an einer chilenischen oder ausländischen Universität.
  • Überragende Leistungen im gesamten Jurastudium.
  • Gute Englisch- und Spanischkenntnisse.

Bewerbungsschluss

18. Januar 2019.

Anfangsdatum

9. April 2019 oder 16. April 2019

Gebühren

Studiengebühren umfassen den Aufenthalt in Deutschland.

Das Programm prüft die Möglichkeit, in besonderen Fällen Stipendien zu vergeben.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt für dieses Programm eine begrenzte Anzahl von Stipendien zur Verfügung.

Information

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Heidelberg Center for Latin America

Las Hortensias 2340, Providencia, Santiago de Chile

Tel .: 56 (0) 2 –2234 34 66/2234 96 31

E. mail: info@hcla.uni-heidelberg.de

Web: http://www.heidelbergcenter.cl/site/de/?page_id=2

www.hcla.uni-hd.de

www.ieiuchile.cl

www.derecho.uchile.cl

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Diese Universität bietet Studiengänge in den folgenden Sprachen an
  • Englisch
  • Spanisch
  • Deutsch


Zuletzt aktualisiert am December 24, 2018
Dauer & Preise
Dieser Kurs ist campusbasiert
Start Date
Beginn
Apr. 2019
Duration
Dauer
1 jahr
Teilzeit
Information
Deadline