Fortgeschrittenenkurs für internationales Strafrecht

The Hague Academy of International Law

Programmbeschreibung

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Fortgeschrittenenkurs für internationales Strafrecht

The Hague Academy of International Law

Der Kurs bietet ein vertieftes Verständnis, Diskussion und Training in Theorie und Praxis des Internationalen Strafrechts. Allgemeine und fachspezifische Themen werden von ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet behandelt und durch Übungen ergänzt.


Der Fortgeschrittenenkurs für internationales Strafrecht 2018 findet vom 12. bis 16. November 2018 statt.


Schwerpunkt: Internationales Strafrecht in einem Zeitalter der Innovation:

Neue Technologien und sich ändernde Enforcement-Strategien

Ansätze zur Untersuchung und Verfolgung internationaler Verbrechen sind in Bewegung. Technologie entwickelt sich viel schneller als nationale und internationale rechtliche Rahmenbedingungen. Cyberkriminalität stellt Regierungen, Unternehmen und traditionelle Strafjustizsysteme vor neuartige Bedrohungen. Foren wie das Internet, soziale Medien und Smartphones werden von Einzelpersonen genutzt, um Verbrechen über internationale Grenzen hinweg zu begehen. Medienanbieter sind zunehmend gezwungen, den Schutz der Redefreiheit mit der Notwendigkeit zu vereinbaren, die Verbreitung von Gewalt und Kriminalität über das Internet einzuschränken. Gleichzeitig tragen moderne Technologien zur Stärkung der Rechenschaftspflicht bei. Verbrechen sind schwieriger zu verstecken. Immer mehr Verstöße werden durch neue Technologien dokumentiert und dokumentiert. Dies stellt Untersuchungen, Strafverfahren und Durchsetzungspraktiken vor neue Herausforderungen. Es besteht ein starker Trend zur Privatisierung der Informationssammlung und Untersuchung. Nationale und internationale Gerichte stehen vor der Herausforderung, sich auf Open-Source-Beweise in Straf- oder Terrorprozessen zu stützen (z. B. ausländische Kämpfer). Private Organisationen wie Bellingcat konnten durch Open-Source-Ermittlungen wesentliche Muster des MH17-Angriffs rekonstruieren. Private Einrichtungen sind aufgerufen, Material zu Zwecken der Überprüfung oder der Zusammenarbeit mit Behörden zu bewahren. In Syrien wurden internationale Straftaten von mehreren Ermittlungsbehörden untersucht, darunter der von der UN beauftragte Internationale, Unabhängige und Unabhängige Mechanismus (IIIM), die Kommission für Internationale Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht (CIJA) und der Gemeinsame Ermittlungsmechanismus der OVCW-UNO (JIM). . Internationale und nationale Gerichte müssen neue Techniken entwickeln, um die Verlässlichkeit von Open-Source-Material und privat aufgezeichneten Informationen (z. B. Videos, Bildern) zu überprüfen und sie unter Wahrung von Fairness und Prozessgarantien in Beweise umzusetzen. Grenzüberschreitende Datenflüsse erfordern eine effektive Zusammenarbeit und Rechtshilfe.

Dieser Kurs erforscht diese neuen Herausforderungen. Es beginnt mit einer Diskussion über den Stand der Technik und Herausforderungen im Kampf gegen Cyberkriminalität. Anschließend werden neue Trends und Herausforderungen bei der Überwachung und Untersuchung von internationalen Straftaten durch neuartige Technologien untersucht, einschließlich Beweisverfahren und Herausforderungen im Zusammenhang mit den entsprechenden Verfahren. Es beinhaltet eine Diskussion des Zusammenspiels von Institutionenmechanismen im syrischen Kontext. Anschließend werden Trends und Entwicklungen in Bezug auf die Durchsetzung, einschließlich der universellen Zuständigkeit, geprüft. Sie schließt mit einer Diskussion über das sich wandelnde System der Auslieferung und der gegenseitigen Rechtshilfe.

Kursprogramm

Montag, 12. November 2018

Internationales Strafrecht, neue Technologien und Cyber-Kriminalität

8.30 - 9.00 Registrierung und Kaffee

9.00-9.30 Willkommen

Prof. Jean-Marc Thouvenin, Generalsekretär der Haager Akademie

Prof. Carsten Stahn, Universität Leiden

9.30-10.15 Eröffnung Keynote: Internationale Menschenrechtsverantwortung im digitalen Zeitalter

Prof. David Kaye, Universität von Kalifornien, Irvine School of Law, UN-Sonderberichterstatter für die Förderung und den Schutz des Rechts auf Meinungs- und Meinungsfreiheit

10.15-10.45 Uhr

Unterbrechung

11.00 - 12.30 Podiumsdiskussion: Neue Technologien und internationale Strafjustiz: Chancen, Bedrohungen und Herausforderungen

Einschließlich Dr. Alexa Koenig, Berkeley Menschenrechtszentrum; Norman Farrell, Staatsanwalt für den Libanon und Prof. David Kaye

12.30 - 13.30 Mittagessen

13.30-14.00 Einführung Runde

14:15 - 16:15 Internationales Strafrecht und Cyberkriminalitätsbekämpfung: State-of-Art

Sprecher: Prof. Marco Gercke, Universität zu Köln (TBC)

16.30 - 17.30 Uhr Cybercrime und elektronischer Beweis: Erfahrungen aus der Praxis

Rednerin: Daniela Buruiana, Vorsitzende der Eurojust-Taskforce für Cyberkriminalität

17:00 Begrüßungsgetränke


Dienstag, 13. November 2018

Internationale Verbrechen und neue Technologien: Beweisstücke

9:00 - 11:00 Menschenrechtsforschung und Sammlung von Open-Source-Material

Sprecher: Alexa Koenig, Berkeley Menschenrechtszentrum

11.15 - 12.45 Neue Technologien und verfahrenstechnische Herausforderungen (Evidenz, Prozess)

Sprecher: Prof. Göran Sluiter, Universität Amsterdam

13.00 - 14.00 Mittagessen

14.00 - 17.00 Diskussion: Richtlinien zur Behandlung von Open Source Evidence: State-of-the-Art

Redner: Alexa Koenig und Lindsay Freeman, Menschenrechtszentrum Berkeley; Virgil Ivan-Cucu (EUROMED-Justiz)


Mittwoch, 14. November 2018

Verbrechen und neue Technologien: Veränderte Muster der Überwachung und Untersuchung

9.00 - 10.30 Rolle und Verantwortlichkeiten von Social Media Providern

Referent: Dr. Emma Irving, Universität Leiden

11:00 - 13:00 Privatisierung von Ermittlungs- und Untersuchungskörpern - Einblicke aus der Praxis

Redner: William Wiley, Exekutivdirektor der Kommission für internationale Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit (CIJA)

13.00 - 14.00 Mittagessen

14.00 - 15.30 Open Source Untersuchung: Rolle und Erfahrungen von Bellingcat

Sprecher: Eliot Higgins, Gründer von Bellingcat

15.30 - 17.00 Fallstudie Syrien

Einschließlich Perspektiven von:

  • Dan Saxon, Universität Leiden (früher UN-Untersuchungskommission);
  • Simon Minks, Oberstaatsanwalt, Niederlande


Donnerstag, 15. November 2017

Neue Technologien und Durchsetzung

9:00 - 12:00 Besuch des ICC: ICC und neue Technologien

Redner: Herr Gilles Dutertre, Frau Cristina Ribero, ICC-Staatsanwaltschaft

12.00 - 13.00 Mittagessen

Vorbereitung Zeit Übung

16.00 - 17.30 Uhr Praktische Übung

Referent: Dr. Emma Irving, Universität Leiden


Freitag, 16. November 2018

Trends und Entwicklungen im Recht der internationalen Zusammenarbeit und Unterstützung

9.00 - 10.30 Uhr Erfahrungen des Internationalen, Unparteiischen und Unabhängigen Mechanismus für Syrien (IIIM)

Rednerin: Frau Michelle Jarvis, stellvertretende Leiterin, IIIM

11.00 - 13.00 Uhr Änderung des Auslieferungsgesetzes und der Rechtshilfe

Referent: Prof. Mark Pieth, Basel (TBC)

13.00 - 14.00 Mittagessen

14.00 - 16.00 Uhr Kriminalpolizeiliche Ermittlungen in einer digitalen Welt und Herausforderungen für das Völkerrecht: Von der gegenseitigen Rechtshilfe bis hin zu Data Sharing Agreements?

Sprecher: Prof. Theodore Christakis, Universität Grenoble

16.00-16.30 Zertifikatzeremonie

17.00 Abschiedsgetränke

Admissions

Das Programm richtet sich an Praktiker, die ihre Vision erweitern oder ein neues Tätigkeitsfeld entdecken möchten, sowie an Gelehrte, die Erfahrung in der Anwendung von Konzepten und Normen sammeln möchten. Bewerber müssen daher mehr als nur grundlegende Kenntnisse in diesem Bereich haben.

Wichtig:

  • Antragsteller sollten beachten, dass die Anträge fortlaufend bewertet werden; Bewerbungsschluss ist der 30. September 2018, 23:59 Uhr. (GMT 1).
  • Um hochrangige Debatten und intensive Seminare zu ermöglichen, werden maximal 40 ausgewählte Bewerber zugelassen ;
  • Alle Kandidaten müssen die Arbeitssprache des Kurses beherrschen, dh Englisch.
Diese Universität bietet Studiengänge in den folgenden Sprachen an
  • Englisch
  • Französisch


Zuletzt aktualisiert am September 5, 2018
Dauer & Preise
Dieser Kurs ist campusbasiert
Start Date
Beginn
Nov. 12, 2018
Duration
Dauer
5 tage
Vollzeit
Price
Preis
1,500 EUR
Die Gebühr beinhaltet Kursmaterialien, Kaffee, Tee und Mittagessen an Kurstagen, ein Kursdinner und einen Getränkeempfang. Bitte beachten Sie, dass die Unterkunft nicht in der Kursgebühr enthalten ist. Für die Teilnahme an diesem Kurs sind keine Stipendie
Information
Deadline
Sept. 30, 2018
Locations
Niederlande - Den Haag, Südholland
Beginn : Nov. 12, 2018
Anmeldefrist Sept. 30, 2018
Ende Nov. 16, 2018
Dates
Nov. 12, 2018
Niederlande - Den Haag, Südholland
Anmeldefrist Sept. 30, 2018
Ende Nov. 16, 2018